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„On-Demand-Lager-Modell“ in den Einzelhandelstrends 2017

„On-Demand-Lager-Modell“ in den Einzelhandelstrends 2017
Der von CBRE erstellte Bericht „Trends auf dem US-Einzelhandelsmarkt 2017“ befasst sich mit dem On-Demand-Lagermodell. Der folgende Text ist ein Auszug aus diesem Bericht.
Gewerbeimmobilien sind im Grunde sehr einfach. Sie bilden eine geordnete und effiziente Lieferkette, die darauf abzielt, Waren vom Ort der Herstellung zum Ort des Verbrauchs zu transportieren. Wenn die Nachfrage nach Waren steigt (oder sinkt), steigt (oder sinkt) auch der Bedarf an Lagerfläche. Auf der Grundlage zuverlässiger makroökonomischer Prognosen ist es einfach, den Bedarf an Lagerflächen zu projizieren.
Für Lagernutzer kann es jedoch schwierig sein, den Lagerbedarf für eine Verkaufssaison genau vorherzusagen. Die Nutzer ermitteln den ausreichenden Lagerraum auf der Grundlage des durchschnittlichen Lagerbestands. Die Menge des während der Verkaufssaison auf dieser Fläche gelagerten Inventars kann jedoch erheblich schwanken. Die größten Schwankungen treten bei den Übergängen zu Neujahr, an Feiertagen und zur Schulanfangssaison auf, wenn die Bestände am höchsten sind und die Lagerkapazität stark beansprucht wird. Diese saisonale Kapazitätsengpässe können für Lagernutzer zu Folgendem führen:
Kosten für Flächen, die aufgrund von langfristigen Mietverträgen angemietet wurden, die im Hinblick auf saisonale Bestandsengpässe abgeschlossen wurden, aber außerhalb bestimmter Jahreszeiten ungenutzt bleiben.
Selten verfügbare und sehr kostspielige kurzfristige Untermietverträge für überschüssige Bestände während saisonaler Spitzenzeiten.
Der Aufstieg des E-Commerce
Auch für E-Commerce-Händler, die zu mehr Lagerhaltung für einen schnelleren und besseren Service neigen, reicht die Struktur der traditionellen Lagerhaltungsbranche nicht mehr aus. Mit der Entwicklung des On-Demand-Lagermodells auf dem Markt können Lagerhalter mit überschüssiger Lagerfläche und Nutzerunternehmen mit einem kurzfristigen Bedarf an dieser Fläche leicht zusammengebracht werden. Dieses Modell ermöglicht es dem Einzelhändler, die Lagerfläche bedarfsgerecht anzupassen, d. h. so viel Lagerfläche zu mieten, wie er benötigt, in der Region, in der er sie haben möchte, und für den Zeitraum, den er wünscht.
Das On-Demand-Lagermodell, das sich weltweit noch im Anfangsstadium befindet und hauptsächlich auf dem US-amerikanischen und britischen Markt betrieben wird, ist vielversprechend für die Zukunft der Logistikbranche. Unternehmen, die Lagerflächen nutzen und saisonale Spitzenwerte verzeichnen, können dank dieses Modells freie Lagerflächen finden und diese nur für den Zeitraum mieten, in dem sie sie benötigen. Laut einer Studie der US-amerikanischen On-Demand-Online-Lagerplattform Flexe konnten Unternehmen, die im Jahr 2017 einmal im Jahr saisonale Bestandsspitzen verzeichneten, ihre Lagerauslastung durch die Nutzung des On-Demand-Lagermodells um 100 % verbessern und gleichzeitig die saisonalen Lager- und Bestandskosten um 50 % senken. Unternehmen mit mehrmals im Jahr auftretenden saisonalen Spitzenwerten verbesserten ihre Lagerauslastung um 40 % und senkten ihre Kosten um 20-30 %. (Quelle: Flexe Warehouse Capacity Economics and Trends 2017).